Evangelical Lutheran Congregation790 Arcadia Street, Arcadia (Pretoria)
August bis Oktober 2009

Das letzte update hatte ich mit dem Verweis auf die spannende Zeit beschlossen, die vor uns und unserer Gemeinde liegt; und nun sind es schon nur noch sechs Wochen bis zu der Gemeindeversammlung, in der den Gesprächen und Anregungen des vergangenen Jahres eine konkrete Entscheidung folgen soll.
Es ist die Entscheidung darüber, was die über einhundert Menschen wollen, die sich sonntäglich bei uns zum Gottesdienst treffen: Wollen sie zu einer Gemeinde zusammenwachsen, in der sie aktiv Verantwortung übernehmen, gestalterisch tätig werden und nach außen wirken, oder reicht es ihnen, wie bisher einen Lutherischen Gottesdienst mitzufeiern?
Je näher der Tag dieser Entscheidung rückt, desto mehr tun sich  plötzlich Fragen auf; Fragen, die einfach damit zu tun haben, dass wir Menschen die Zukunft nicht in der Hand haben, und sie deshalb auch nicht 100%ig vorausplanen können: Wie werden sich die Menschen entscheiden? Wie sehr wird es eine Entscheidung aus Überzeugung? Wie wird es weitergehen, wenn …? Wie werden die Menschen zu ihrer Entscheidung stehen – gerade dann, wenn die Entscheidung zugunsten einer Gemeindegründung aussieht?
Die Gespräche, die wir Anfang August in verschiedenen Gruppen der Gemeinde führten, und auch die Begegnung mit dem Vorsitzenden des Arcadia Lutheran Ministries, Walter Stallmann (im Bildvordergrund mit seiner Frau beim gemeinsamen Mittag nach dem Pfingstgottesdienst),



Ende August, haben gezeigt, dass diese Fragen auch von Gemeindegliedern geteilt werden.
Aber wie es nun mal bei den meisten Entscheidungen ist, wird sich auch hier erst eine klare Antwort zeigen, wenn wir die Entscheidung wirklich getroffen haben.
Doch war die Strukturfrage unserer Gemeinde Gott sei Dank nicht das einzige, was im August anstand. Wir hatten wieder einmal lieben Besuch aus Deutschland: Prof. Werner Klän aus Oberursel war angereist. Zum einen nahm er an der Lutherischen Konferenz teil, die Mitte August im Südafrikanischen Fels stattfand. Zum anderen war er zum dritten Mal im Auftrag der Lutherischen Kirchenmission am Lutherisch Theologischen Seminar (LTS), um den Studenten vor Ort die Lutherischen Bekenntnisschriften näher zu bringen. Am  Sonntag, den 23. August, predigte Prof. Klän dann auch in unserer Gemeinde und wir freuten uns sehr über seinen Dienst.



An den drei darauffolgenden Sonntagen konnten wir dann in unseren Gottesdiensten jeweils fröhlich die Taufe eines kleinen Kindes feiern, und auch ein erwachsener College Student meldete sich in dieser Zeit zum Taufunterricht an.
Die Arbeit mit Jugendlich und Studenten gestaltete sich allerdings nach der Rückkehr aus Deutschland als unstet.
Vor unserem Deutschlandaufenthalt hatte sich die große Gruppe Jugendlicher entschlossen hatte, die wöchentlichen Treffen auf Sonntags nach dem Gottesdienst zu verlegen. Jedoch hat das nicht zu einer Verbesserung geführt; im Gegenteil. Nun bieten wir wieder freitags Abend Bibelarbeiten für Jugendliche an, und hoffen, dass sich die Gruppe wieder so langsam sammelt.
Und auch das Singen kommt nicht zu kurz, denn erfreulicherweise hat ein Student des Seminars angefangen, gemeinsam – wenn auch noch nicht regelmäßig – mit Interessierten modernes christliche Liedgut einzuüben und in den Gottesdienst einzubringen.
In der letzten Woche im September hatten wir dann noch einmal lieben Besuch aus Deutschland. Eine Reisegruppe aus Tarmstedt, Uelzen und Hannover, geführt von Missionar Christian Tiedemann und seiner Frau Christa-Maria, machte auf ihrer Rundreise zu den Missionsstationen der LKM die erste Station bei uns.



Neben dem Besuch touristisch Sehenswürdigkeiten Pretorias, informierte sich die Gruppe über unsere Arbeit an der englischen Gemeinde und besichtigte das Lutherisch Theologische Seminar sowie die St. Paulkirche unserer Schwesterkirche der FELSiSA. Wir genossen vor allem die gemeinsame Zeit mit der Gruppe während und nach den Mahlzeiten, die wir als Missionarsfamilie für die Gruppe organisiert hatten.
Rechtzeitig zu diesem Besuch hat sich nun auch der – für uns dritte –   Frühling hier in Südafrika eingestellt, der uns in diesem Jahr  viel intensiver vorkommt als in den beiden Jahren zuvor. Und wir hoffen, dass unser Herr Gott in derselben Weise, wie er die Natur aufblühen lässt, auch unserer Arbeit hier vor Ort neue Kraft und Blüte geben möchte.



Dafür erbitten wir euer Gebet und Eure Fürbitte!
Und so verbleiben wir mit herzlichen Grüßen!
Eure Wittenbergs aus Pretoria

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