Evangelical Lutheran Congregation790 Arcadia Street, Arcadia (Pretoria)
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Dezember 2008 bis Mitte Januar 2009
1/14/2009 7:51:06 PM
Am 16. Dezember war es dann soweit: Unsere Freunde aus Dreihausen in Deutschland landeten und brachten ein gutes Stück Heimatgefühl mit. Gerade richtig zu Mareike Geburtstag. Naumanns im Gegenzug genossen zuerst einmal ausgiebig die Sonne und Wärme, die neuen Eindrücke der Großstadt, die so gar nicht mit den weitläufigen Vorstellungen von Afrika zusammenpassen: ‚Hier bekommt man ja alles und noch mehr als bei uns.’ 
Naumanns
Kaum da, packten und erprobten wir auch etwas von der Posaunenliteratur, die Naumanns als Spende des Posaunenchors Dreihausen an unsere Gemeinde mitgebracht hatten. Mit Instrumenten der Gemeinde studierten wir für den 4. Advent und den Weihnachtstag einige Stücke für den Gottesdienst ein.
Blasen
Diese Gottesdienste feierten wir dann mit erwartet weniger Gemeindegliedern, da ja die meisten Studenten und auch Familien über die Schulferien aus Pretoria fliehen, um Ferien zu machen oder zur Familie aufs Land zu fahren. Doch waren es immerhin noch 50 Gemeindeglieder, mit denen wir am 4. Advent und Weihnachtstag  die Ankunft und Menschwerdung unseres Herrn Jesus Christus feierten. Neben der musikalischen Unterstützung beteiligten sich Naumanns dabei auch am Aufbau unseres Kirch-Weihnachtsbaums. Und da wir in der Englischen Gemeinde keinen Heiligabendgottesdienst hatten, konnten wir alle zusammen den Gottesdienst der Paulusgemeinde besuchen, um dann gemeinsam Bescherung zu haben; mal ganz anders: mit kurzen Hosen und Barfuss bei immer noch 28°C.
Weihnachtsbaum
Am 2. Feiertag morgens ging es dann ab in den Urlaub, in dem wir viel Schönes miteinander erlebten und eine wundervolle Zeit verbrachten. Einer der Höhepunkte war dabei sicherlich die Begegnung mit folgender Familie.
Löwen
In der zweiten Januarwoche war es dann leider schon wieder Zeit gen Pretoria zurückzukehren. Die Zeit mit unseren Freunden ging ihrem Ende zu. Die letzten Tage verbrachten sie noch mit uns in Pretoria, um dann am 8. Januar die Heimreise anzutreten.
Mit der Rückkehr begann auch für uns der Alltag wieder. Für mich waren es die Vorbereitung von Gottesdiensten und andere Dinge wie z.B. die Gestaltung der neuen Gemeindeinternetseite, die Erstellung eines neuen Gemeindebriefs und die Vorbereitung von  Unterrichten und Sitzungen. Für Mareike war es vor allem die  Vorfreude und Aufregung vor der Einschulung unserer Tochter, die dann heute endlich mit allem drum und dran von einer Vorschülerin zur Schülerin wurde: Schultüte, Begrüßung in der großen Schulaula, das erste Mal Schuluniform usw.
Und so freuen wir uns auch, wieder Mal ein wenig geregelten Rhythmus zu haben.
Frühling (Oktober – Dezember 2008)
1/7/2009 2:51:32 PM
Am letzten Samstag im Oktober war der letzte von vier Sporttagen von Sophie’s Schule in diesem Jahr. Leider war Sophie krank und konnte selbst nicht mitmachen. Das hielt uns aber nicht davon ab, trotzdem beim Fun run zuzuschauen; der Sporttag stand nämlich unter dem Thema Laufen. Wieder einmal positiv erstaunte mich dabei, wie viel organisatorische Arbeit die Schulen hier in solche Veranstaltungen reinstecken, bei denen die Eltern involviert werden und Gemeinschaft entsteht: Neben der ganzen Organisation um das Laufen selbst (Laufrichter, Sanitäter, Ansager usw.) gab es Leute, die Kaffee und Waffeln verkauften und in anderer Weise für das Wohl derer sorgten, die beim Lauf teilnahmen oder auch nur zuschauten.
Am nächsten Tag, dem letzten Sonntag im Oktober, durften wir dann einen wesentlichen, wenngleich auch unspektakulären Schritt in Lauf und der Arbeit unserer Gemeinde tun: Nach dem Gottesdienst traf sich zum ersten Mal das im September gewählte Interim Board, der Übergangsvorstand unserer Gemeinde und besprach hinsichtlich des Strukturprozesses die grobe Planung für das kommende Jahr. Für mich war es so wohltuend, endlich wieder Entscheidungen zusammen zu treffen, unterschiedliche Ansichten und Gedanken auszutauschen und gegeneinander abzuwägen zu können – was ein Kirchenvorstand doch für eine Wohltat sein kann.  Noch mehr galt das dann für das gemeinsame Treffen unseres Interim Board mit dem Kirchenvorstand der St. Paulusgemeinde einen Monat später. Das gegenseitige Wahrnehmen und erste Kennen lernen der Personen und Visionen war – so denke und hoffe ich – positiv und für manche auch überraschend. Umso mehr erwarten wir nun mit freudiger Spannung, was sich aus den Planungen ergibt.
Ein gemeinsamer Wunsch der Vorstände fand bereits vor dieser gemeinsamen Sitzung Umsetzung, nämlich die vermehrte Feier gemeinsamer Gottesdienste. Am Reformationssonntag trafen sich unsere Gemeinden, die Afrikaanse, die Deutsche und die Englische Gemeinde zu ihrem zweiten Gottesdienst in diesem Jahr – und es war wieder eine Wohltat. Nächstes Jahr sollen es dann mindestens vier Gottesdienste werden.
Am darauf folgenden Dienstag bekamen wir dann wieder lieben Deutschlandbesuch, meine Schwester Eva. Vier Wochen verlebte sie in Südafrika; teils mit Freunden in der Karoo und Bekannten in Mpumalanga, teils mit uns. Neben schönen Extras wie Ausflügen in den Wildpark nach Pilanesberg oder Picknick im Botanischen Garten, Pretoria, hatte sie vor allem Teil an unserem Alltag. So erlebte sie z.B. eine von Sophies letzten Ballettstunden oder brachte sie mit zur Schule und zum Schwimmunterricht; sie ging mit Mareike Schwimmen oder Einkaufen und erlebte so auch zwei außerordentliche und auch Gemeinschaftsfördernde Gottesdienste unserer Gemeinde am Jahresende: die Prüfung und Konfirmation unserer jungen Konfirmandengruppe.
Aber nicht nur die Konfirmanden kamen damit zum Ende ihres Unterrichts, der im Februar des Jahres begonnen hatte. Fast zeitgleich mit der Konfirmandenprüfung endete auch das letzte Quartal des Lutherisch-Theologischen Seminars. Und so verabschiedeten sich die Studenten von der Gemeinde; manche für immer, manche bis zum Beginn im neuen Jahr.
Und was für die Studenten des Seminars galt, war für die Studenten der Universität und der verschiedenen Colleges in Pretoria nicht anders. Aus diesem Grund trafen wir uns mit ca. 20 Jugendlichen zu einem Abschlussabend der Jugend. Mit  viel Musik und Tanz, mit Gegrilltem und ausgelassener Stimmung verabschiedeten wir uns voneinander für ca. 8 Wochen bis zum Neubeginn der Studienzeit Anfang Februar.
Nachdem wir uns dann auch Ende November wieder von Eva verabschieden mussten, kam gleich der nächste Deutschland-Besuch, mit dem wir ein schönes Wochenende verbrachten. Das Ehepaar Brigitte und Friedhelm Behn aus Hermannsburg schaute auf seiner vierwöchigen Reise durch Südafrika und Botswana bei uns herein, um die letzten zwei Tage vor dem Rückflug noch einmal kurz zu verschnaufen. Die beiden unterstützen nämlich verschiedenste karitative Projekte im südlichen Afrika, u.a. auch drei Projekte unserer Mission; und all diese Projekte besuchten sie auf ihrer Reise. Der Austausch beim Bummel über einen weitläufig bekannten Künstlermarkt oder abends beim Grill mit Jagdfreunden war deshalb vor allem auch für uns sehr interessant und bereichernd.
Mit dem letzten Sonntag im November begann dann auch hier die Adventszeit – wenn auch nicht mit Weihnachtsmärkten oder Schnee, so wie in Deutschland. Nichtsdestotrotz, der Nikolaus kam auch in Pretoria zu den Kindern, nämlich am Nikolausabend in Sophies Klasse. Die Kinder freuten sich mit ihren Eltern über den Besuch des rot gekleideten Mannes mit seinem Sack gefüllt mit Geschenken und die von den Kindern für die Eltern selbst gebastelten Nikolausüberraschungen.
Wenige Tage später gab es dann noch weitere Überraschungen für Sophie. Da Sophies Geburtstag in den Ferien liegt, in denen die meisten ihrer Klassenkameraden in den Ferien sind, hatten wir schon am 5. Dezember, dem ersten Samstag in den Ferien zum Kindergeburtstag eingeladen. Mit Spielen, Kuchen und anderen Knabbersachen, Gesichtsschminke, Limbotanzen und Baden feierten wir unter dem Thema Hawaii einen Vormittag lang ausgelassen.
In der darauf folgenden Woche hieß es dann zum zweiten Mal für mich, an der Jugendrüstwoche der FELSiSA in Wittenberg teilnehmen zu dürfen. Unter dem Thema: Ich bin – Du bist auch – Wir sind in Christus’ war es wundervoll, mit ca. 100 Jugendlichen aus ganz Südafrika und auch Deutschland Vorträge, Bibelarbeiten, Singeinheiten, Workshops und freie Zeit zu erleben.
In all dem aber schwingt schon die Vorfreude auf die Weihnachtszeit mit, in der wir wieder die Menschgewordene Liebe unseres Vaters im Himmel feiern und uns unseres Herrn Jesus Christus freuen. Umso mehr tun Sophie, Mareike und ich das, da wir es mit unseren lieben Freunden, Maggi, Thorsten und Patrik Naumann aus Dreihausen machen dürfen, die uns über die Feiertage und bis hinein in das neue Jahr besuchen.
Und mit dem Verweis auf diese bleibenden und innigen Beziehungen zu Dreihausen und den Dreihäusern verabschieden wir uns als Familie von dieser Stelle und Seite. Da nunmehr die Dreihäuser einen neuen ‚Perner’ und eine neue ‚Pernersche’ haben, möchten wir unsere latest updates nun in unregelmäßigen Abständen weiterführen, aber nun auf der Internetseite unserer jetzigen Gemeinde (www.elc790arcadia.org).
Und so grüßen wir Euch und wünschen Euch von ganzem Herzen eine besinnliche Advents- und Weihnachtszeit, ein behütetes und frohes neues Jahr und Gottes reichen Segen für die Zukunft.
Eure Wittenbergs
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